1982 Alternatives Fernsehprogramm

Alles begann mit dem ersten Auftritt am 6. März 1982.

Foto fürs erste Plakat: Roli, Mike, Kurtl, Strabsi, Shorty

Ach was. Eigentlich begann es ja viel früher. Auf den legendären Zeise-Festen beim Zeitlerwirt in Ossenzhausen.

Ja, der Zeise-Wirt, der uns Linke, Grüne, Alternativen, die Langhaarigen halt, damals in seinen Saal ließ, obwohl er eigentlich ein Konservativer war. Aber er hat uns gemocht und wir ihn. Der Zeise und wir, das war die gelebte Liberalitas bavariae.

Und auf den Festen spielten dann immer die United Cervelat, eine hervorragende Band um den Hirmer Dackel aus Vohburg, der schon damals eine Röhre zwischen Roger Chapman und Dr. John hatte und seit Jahrzehnten eine Institution in der regionalen Musikszene ist und mit seinen Red Gumbo zurecht Preisträger der Deutschen Schallplattenkritik ist. Gitarrist und Pausenclown war damals Günter Grünwald mit dem zusammen die Red Gumbo seit ein paar Jahren wieder ab und an auftreten.

Und da waren wir, der „Strabsi“ Claus Drexler, der „Shorty“ Volker Bergmeister, der „Roli“ Roland Andre, der "Penner" Kurt Schlaf, der „Wacki“ Klaus Weisenbach und der „Mike“ Michael Eberle. Schulfreunde seit der 1. Klasse Volksschule, die als zweiten Höhepunkt auf diesen Festen sowohl die Auswüchse der linken und alternativen Szene, die neue Innerlichkeit und heilsuchende Hinwendung zur Baghwanbewegung in ihrer damals schon typischen Weise kabarettistisch begleiteten, als auch den CSU-Mief und die Patronage kritisch aufs Korn nahmen.

Das war alles so Ende der 1970er, Anfang der 80er Jahre. Und eben da entstand nach einem Auftritt der Wunsch, das professioneller anzugehen.

Aber wahrscheinlich begann alles noch viel früher, in den späten 1960er Jahren. Wenn an Silvester „Schimpf vor Zwölf“ der Lach- und Schießgesellschaft als Pflichtprogramm in deutschen Haushalten lief und wir das nebenbei auch sehen durften, vielleicht mussten, ohne zu verstehen, was die sagten. Aber man hatte schon mal mit dem Hildebrandt Bekanntschaft gemacht, der in seiner Schlagfertigkeit vielbejubelt im Beisein von Promis und Politikern wie Willy Brandt die deutsche Politik satirisch beäugte und einem den Eindruck hinterließ, dass das nicht so falsch sein konnte, was er sagte. Und der später eine Institution für uns werden sollte, ein Vorbild, das  uns durch die Jahre begleitete. Haben mit Hannes Wader, Bob Dylan, Joan Baez, Walter Mossmann, mit Phil Ochs und vielen anderen Protestsängerinnen und -sängern die Missstände der Welt angeklagt. Haben seit damals ein Dauerabo bei den legendären Konzerten von Konstantin Wecker im Circus Krone....

Ja wir hatten von einigen 68er-Lehrern seit Anfang der 1970er Jahre zum Ärger der Eltern in der Schule das Anti-Gen eingepflanzt bekommen. Im 2001-Verlag die entsprechende Literatur gefunden, die uns auf den Weg brachte, erstmal der Macht zu misstrauen. Wir waren beeinflusst von der Anti-AKW-Bewegung, der Friedensbewegung und von Stoppt Strauß, misstrauten der CSU und den vielen Honoratioren und ehrbaren Menschen, die ihre Nazivergangenheit erfolgreich durch das Wirtschaftswunder vergessen machten.  Die Verbrechen des 2. Weltkrieg, der Holocaust, das Misstrauen gegen die Kriegsgeneration prägten uns ebenso wie der Antimilitarismus, und die aufkommende Umweltbewegung aufgrund maßloser Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung.

Ende der 1970er startete in Pfaffenhofen die Kleinkunstbühne Basilisk. Die Bauer-Brüder, Mike, Christian und ab und an Thomas und ihr Schwager, der Werther Albert, späterer Naturkost Mandala-Betreiber, holten so manche Folkmusiker, Folkband, Kabarettisten nach Pfaffenhofen. Unvergessen die „Machtschattengewächse“, das Hausensemble des Münchner Hinterhoftheaters, als eine der ersten. Mit Otti Fischer, damals noch gänzlich unbekannt und Wose Sell, der später zusammen mit Rainer Eisele unser Veranstalter im Gabelsberger 50 werden sollte, Regie Günther Knoll, dem Hinterhof- und späteren Schlachthofimpressario.

Jede Veranstaltung ein Fest, im HdB oder die größeren Veranstaltungen in der Aula der Grund- und Hauptschule am Gerolsbach, oder schon mal im Franzbräu, wo der feinsinnige Kleinkunstpreisträger 1977 Christoph Stählin im Nebenzimmer gegen die Stammtischbrüder in der Wirtschaft ansingen musste.

Und wir fuhren ins MUH nach München, begegneten dort dem frühen Ringsgwandl, der dort als Gurkenkönig zusammen mit Friedrich Steinhauer, der Ramersdorfer Nachtigall, auftrat und uns Landeiern erstmal einen Kulturschock verpasste. Dem wir dann aber nachfuhren nach Gammelsdorf, in den legendären Zirkus, wo er mit seiner Hausfrauenshow auftrat und wir in den darauffolgenden Jahren zeitweise ringsgwandlsüchtig wurden. Die jungen Biermösl waren immer mal wieder da. Der Fredl Fesl.  Und in der Drehleier und im Marienkäfer der Willy Michl. Im Robinson der mit seiner Zither rockende Zither-Manä und natürlich die tolle Hanni Schmidt, die das Programm machte. Im Robinson und im Hinterhoftheater der Jonas. Im Hinterhoftheater das Wahnsinnserlebnis „Revuekabarett Blackout“ mit Uli Bauer, dem späteren Ude-Dauerdouble, als Bischof mit Klobürste und Sol de Sully, der bis heute als Agent von Michael Mittermaier und Django Asül die Kabarettszene von Neuseeland aus bereichert. Rainer Uthof, Vater von Max Uthof, in seinem Rationaltheater in der Hesseloherstraße, mit dem Dauerbrenner „Fahr sicher mit dem Bundeswahn“. In der Alabamahalle Karl Napp’s, Chaostheater, vor 13 Zuschauern, inklusive Otti Fischer, 11 auf der Bühne, darunter der wunderbar-liebenswerte, leider viel zu früh verstorbene Matthias Beltz in seinen Anfängen..

Die unerreichten Hildebrandt Schneyder in der Lach- und Schieß. Und dann natürlich der großartige „Herzkasperl“ Jörg Hube im Fraunhofer. Der Fraunhoferwirt Beppi Bachmaier hat sein „Herzkasperzelt“ auf der Oidn Wies’n als Hommage an den leider ebenfalls viel zu früh verstorbenen Jörg Hube nach dessen Bühnenfigur benannt. An der Kasse im Fraunhofer saß damals übrigens Wolfgang Nöth, der spätere Kleinkunstfabrik-Betreiber in Unterföhring und Kunstpark-Ost-Hallenmogul.

Ja, und der Zimmerschied-Sigi, der sich wie kein anderer kompromisslos an Kirche, Klerus, Konservativismus, CSU-Mief, Bigotterie abarbeitete, elektrisierte uns. Hanns-Dieter Hüsch-Abende in der Lach- und Schieß waren kabarettistische Kirchentage. Welch ein Feinsinn, was für ein liebevoller Humor. Welche Klarheit im Denken.

Das waren die Nadelöhre, durch die wir ins Metier einfädelten.

Aber bevor das erste Programm auf die Bühne kam, kam noch der damalige Bundespräsident Karl Carstens, der ja Deutschland von Nord nach Süd durchwanderte, nach Pfaffenhofen. Das heißt, ab Vorabend des besagten Tages, des 12.04.1981, hingen überall in Pfaffenhofen und im Landkreis Plakate, dass der Bundespräsident Carstens auf seiner Wanderung Pfaffenhofen durchschreiten würde. Das wollte sich natürlich keiner entgehen lassen und hunderte Pfaffenhofenerinnen und Pfaffenhofener bevölkerten den Hauptplatz und die beschriebene Wanderroute nach Scheyern. Allein, der Präsident kam nicht. Wir hatten im Stil von Fritz Teufels Spaßguerilla in einer Nacht- und Nebelaktion den Coup gelandet, was dann 20 Jahre später so im Pfaffenhofener Kurier auch nachzulesen war.

 

Roland Andre ("Roli")

Michael Eberle ("Mike")

Kurt Schlaf ("Penner")

Claus Drexler ("Strabsi")

Volker Bergmeister ("Shorty")

Und dann das erste Programm:

Am 06.03.1982 war die Premiere: Das Alternative Fernsehprogramm, mit Strapsi, Roli, Shorty, Kurtl und Mike auf der Bühne und Wacki an der Technik,  das uns beinahe den Staatsanwalt auf den Hals gehetzt hätte, weil Mike in einer Sportschau-Persiflage den alten Strauß ein bisschen zu weit nach rechts gerückt hatte. Der Pfaffenhofener Kurier berichtete, wir bekamen ein Auftrittsverbot bei einer Veranstaltung im Gymnasium. Dass der Staatsanwalt doch nicht einschritt, war den etwas ungenauen Aufzeichnungen der Reporterin geschuldet und dass wir verschwiegen hatten, dass es natürlich einen Tonbandmitschnitt vom ersten Auftritt gab. Damals allerdings noch nicht als Kabarett Stachelbär oder Familie Stachelbär, sondern als Magierus Deitz. Nach insgesamt fünf Auftritten war Schluss und wir schrieben den Sommer über für das 2. Programm.

1982 Wir in Bayern

Roland Andre ("Roli")

Claus Drexler ("Strabsi")

Volker Bergmeister ("Shorty")

Gaby Hobmeier

Michael Eberle ("Mike")

Susi Mrosczok

Kurt Schlaf ("Penner")

„Wir in Bayern“, anlässlich der Bundestagwahl 1983 setzten wir uns mit den Wahlkampfgepflogenheiten der Parteien und der Wahlkampfberichterstattung im Fernsehen auseinander. Auch die CSU kam nicht zu kurz. Gaby Hobmeier und Susi Mrosczok, die uns bei den Lorenz Kettner-Abenden im Schyren-Gymnasium begeistert hatten, erweiterten unser Männerquintett. Durch die beiden bekamen die Themen Emanzipation, Frauenbewegung, Sexismus eine Dimension in den Szenen, die es vermutlich mit den fünf Herren von Magierus Deitz so nicht gegeben hätte. Fortan nannten wir uns Familie Stachelbär. So richtig begeistert war niemand in der Truppe von dem Namen, aber weil keinem etwas Besseres einfiel und der Wirt ins Bett musste, beließen wir es… vielleicht falle einem noch etwas ein…
Gabi und Susi blieben bis 1985 bei der Truppe.

Und dann unser erster wichtiger Auswärtsauftritt: Die Bühne im Wirtshaus Rottenfußer in Kleinberghofen.
Wirtshaus und Bühne ein Geheimtipp im Dachauer Hinterland, betrieben vom Well-Bertl, einem Bruder der Well-Brüder. Gefahren hat uns damals zu den Auswärtsauftritten häufig der Engelhardt Bernhard, der Bruder unseres späteren Lieblingsgegners Rudi Engelhardt, mit seinem roten Schreiner-Bus. Zwei von uns saßen vorn, der Rest auf dem Boden des Transporters zwischen Requisiten verteilt.
Bernhard fuhr auch die Kurven wie Geraden, so dass wir immer recht schnell am Ziel waren. Statt Sicherheitsgurten gab es Beruhigungszigaretten. Der Auftritt war ein riesen Erfolg im vollbesetzten Rottenfußersaal. Das Publikum jubelte. Einzig die Well-Brüder, die indirekt angekündigt waren, kamen leider nicht. Wenn die uns gesehen hätten, was hätte aus uns werden können. Aber so ging es uns oft in unserer Karriere.
Der Rottenfußer wurde in den nächsten Jahren oft Ziel sonntagnachmittäglicher Radtouren, des guten Essens und vor allem des Maier-Dunklen wegen. Vielpromillig radelten wir dann am Abend wieder heim. Aber das nur nebenbei. Die SZ-Kritik, die erste SZ-Kritik unserer Karriere, schrieb im übrigen Christiane Sadlo, die später als Romanautorin unter ihrem Pseudonym Inga Lindström sehr berühmt werden sollte und deren Romane das ZDF seit 2004 verfilmt.

1983 Herbstzeitlos

1984: „Herbstzeitlos“ war das nächste Tourneeprogramm, das wir bis 1986 spielten, ab 1985 mit Maxi Focke. Herbstzeitlos war ein Nummernkabarett, das wir ständig aktualisierten. Nur eben der Titel blieb gleich, was marktstrategisch natürlich ziemlicher Unsinn war.

In diese Zeit fielen auch die ersten drei lokalen Programme:

1984: Frühjahr: „I bin a Pfaffenhofener“, zur Stadtratswahl 1984,

1984: Herbst „Veni, vidi, teeri“, in dem wir die Straßenbaupolitik des damaligen Pfaffenhofener Bürgermeisters und Straßenbauers Schranz zum Thema machten, und

1985 „O’zapft is“, ein Programm, das sich mit der Baupolitik in Pfaffenhofen beschäftigte und in dem uns erstmals vier Volksmusiker unterstützten.
Maxi Focke übernahm nach dem Ausscheiden von Susi und Gabi den weiblichen Part in dieser Produktion und bei den restlichen Auftritten von Herbstzeitlos .

1986 schied Kurtl berufsbedingt aus.

 

Roland Andre ("Roli")

Claus Drexler ("Strabsi")

Volker Bergmeister ("Shorty")

Gaby Hobmeier

Michael Eberle ("Mike")

Susi Mrosczok

Kurt Schlaf ("Penner")

Mike, Richter im Vergewaltigungsprozess mit Pfarrer- gewand vom evangelischen Pfarrer Otto, das wir nach Samstagsauftritten noch am Abend zurückbringen mussten.

Der erste München-Auftritt in der Stadtbibliothek am Hart. Danach fuhren wir ins Hinterhof-Theater, wo Tschiersch/Fischer Premiere hatten mit ihrem Programm „Mit Gewalt komisch“.
Hinter uns saßen Jockel Tschiersch und Otti Fischer zusammen mit Ulli Bundschuh (später langjährige Mitarbeiterin beim Scheibenwischer) und Bruno Jonas, der sich heftig für seinen Einstieg bei der Münchner Lach- und Schießgesellschaft rechtfertigen musste.

Wir blieben unerkannt.

Ablauf Hallertauer Oktober

Beim Hallertauer Oktober waren wir zwei Mal, 1984 und 1985. 1984 mit einem Doppelauftritt.
Das war in beiden Jahren eine wunderbare Atmosphäre in Mainburg.
Der ganze Ort schien auf den Beinen zu sein. Und alle bestgelaunt.
Die Auftritte liefen hervorragend, wir wurden begeistert aufgenommen.
Den Absacker 1985 tranken wir im gleichen Raum, in dem auch Georg Ringsgwandl alias Dr. Muschnik seine Absacker trank.

Wir blieben unerkannt.

(Unser Respekt war auch riesengroß vor dem damals noch nicht allzu bekannten, von uns jedoch hoch verehrten Kollegen.)

1984 I bin a Pfaffenhofener

Roland Andre ("Roli")

Claus Drexler ("Strabsi")

Volker Bergmeister ("Shorty")

Kurt Schlaf ("Penner")

Susi Mrosczok

Michael Eberle ("Mike")

FWG-Stadtrat und Pfaffenhofener Original Alfred "Don Alfredo" Pfefferler im völlig überfüllten Haus der Begegnung.

Die Stachelbären beim Schlussapplaus. Bei Roli und Shorty gut sichtbar, das Lämpchen auf der Stirn, das bei jedem Stadtrat anging, als ihm in der Szene vom „Loch“ ein „Licht aufging“.

Im Zuge unserer zunehmend lokalpolitischen Wichtigkeit, nahmen wir auch an lokalen Ereignissen teil, wie 1984 am Volksfestumzug,
wo wir uns komödiantisch an der von Urbanus-Brauereibesitzer Sebastian Urban initiierten Trabrennbahn und dem „Trabschiebverein“ abarbeiteten.

Schon im ersten Programm war die Trabrennbahn ein Thema. In dem Lied:
Oh Heiliger St. Cannabis auf die Melodie von Oh Heiliger St. Kastulus und unsere Liabe Frau

machten wir uns über den kriminalistischen Spürsinn der Drogenfahnder lustig, die in PK-Anzeigen „Maria hat geholfen“ eine verschlüsselte Ankündigung für das Eintreffen von Drogen vermuteten.
Drogenrazzien beim Dipf, in unserer Wohnzimmerdisco in der Weihererstraße, waren die Folge und wir kritisierten die Ungleichbehandlung von Alkohol und Cannabis aus wirtschaftlichen Gründen.

1984 Veni, vidi, teeri

"Veni, vidi, teeri!"

1985 O'zapft is.

Roland Andre ("Roli")

Michael Eberle ("Mike")

Maxi Focke

Claus Drexler ("Strabsi")

Volker Bergmeister ("Shorty")

Das Maklerlied nach einer Melodie vom geliebten Kraud’n Sepp.

Zweite von links mit Lederhose, Maxi Focke, eine langjährige Freundin der Stachelbären, die in diesem Programm mitspielte und uns auch noch einmal bei einem späteren Programm kurzfristig aushalf.

Wir waren mit unserem Studium fertig. Roli wurde selbständiger Apotheker, Strabsi Lehrer, Shorty Redakteur, Kurtl Maschinenbauer und Mike blieb im Hörfunkarchiv des Bayerischen Rundfunks, wo er sich schon seit 1984 sein Studium verdiente und wo auch Wacki nach seinem Studium arbeitete.

Man war zwar entschlossen weiterzumachen, semiprofessionell aber mit professionellem Anspruch. Semiprofessionell ist man bis heute.

Nach dem Ausscheiden von Susi und Gaby übernahm Brigitte (Moser) den Part der Quotenfrau und Thomas (Lechleuthner) übernahm am Klavier den musikalischen Part.

1987 alles CSUcchini

Roland Andre ("Roli")

Michael Eberle ("Mike")

Brigitte Moser

Claus Drexler ("Strabsi")

Volker Bergmeister ("Shorty")

Thomas Lechleuthner

"Alles Csucchini" war das erste Programm, das wir in der neuen Formation herausbrachten. Hauptaugenmerk lag wieder auf der CSU und dem ganzen CSU-Mief, ein verlässlicher Gegner, der die Stachelbären bis heute begleitet.

Mit diesem Programm spielte man erstmals einige Wochen im damaligen Gabelsberger 50, einer neuen Kabarettbühne in den vormaligen Räumen des Hinterhoftheaters, das mittlerweile in den Münchner Norden in die Sudetendeutsche Straße am Harthof umgezogen war. Erstmals gab es Feuilletonkritiken in der SZ und in der AZ, und von keinen geringeren als von Thomas Thieringer und von Gabriela Lorentz, zwei Institutionen in der Münchner Feuilletonberichterstattung. Und dass wir so gut wegkommen würden, hätten wir nach der Premiere niemals gedacht.

Wir spielten mehrere Wochen. Nicht jeder Auftritt war voll. Eine Erfahrung, die wir mit uns und mit anderen Kolleginnen und Kollegen all die Jahre in München teilten.

Die Einladung zum Scharfrichterbeil 1987 empfanden wir dann schon als einen frühen Ritterschlag. Natürlich wollten alle beim 15-minütigen Kurzauftritt dabei sein. Aber statt auf Highlights hatten wir uns für den Proporz entschieden. Und mit sechs Mitwirkenden war unter den Rahmenbedingungen der Kurzauftritt zum Scheitern verurteilt. Die PNP war gnadenlos.

Höhepunkte: Die Quizze „Gauschau“ von Roli und...

...„Heimat `86" von Showmaster Shorty!

Szene „Goethe“: Thema Politiker und Korruption im Stile einer Theaterszene, frei nach Goethes Faust in Schüttelreimen.

„Heute am Bauzaun“: Im Stile der Bayern1-Fußballsendung „Heute im Stadion“ Reportage vom Reizgaseinsatz in Wackersdorf.

1988 550 Jahre

550 Jahre Pfaffenhofen, 6,5 Jahre Familie Stachelbär
Unter diesem Motto spielten wir einen Abend im Bortenschlagersaal anlässlich der Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum. Allerdings nicht im offiziellen Programm, sondern quasi als Zugabe. Wir wollten uns nicht zu sehr gemein machen.

1989 Nach Irgendwo und Überall

„Nach irgendwo und überall“ war dann wieder ein aktuelles Nummerprogramm, mit dem wir wieder in München spielten und wieder sehr gute Kritiken bekamen. Es ging stetig aufwärts. Neue Bühnen kamen hinzu, in Sommerhausen das Bockshorn, einer Bühne, die heute in Würzburg alle großen und wichtigen Kabarettisten im Programm hat. Aber auch schon damals traten in Sommerhausen gleich neben Veit Relins Torturmtheater in einem Gewölbetheater die Crème de la Crème der deutschsprachigen Kabarettisten auf. Und mittendrin wir. Und auch wenn der Leiter Mathias Repiscus an mancher Szene etwas auszusetzen hatte, der Presse gefiel es, dem Publikum, und dem Mathias alles in allem auch und wir waren danach bis 2000 mit jedem Programm dort. Erstmals spielten wir auch im nürnberger burgtheater, das uns bis 2013 mit jedem unserer Programme engagierte. Walter Haber, einer der besten Veranstalter, denen wir begegnet sind, engagierte uns in der Neuen Welt in Ingolstadt. Und danach wurde dieser Ort eine unserer verlässlichen Stationen und Walter ein Freund bis heute.

1991 Bonn-a Notte

„Bonna Notte“: 1991 traf der Deutsche Bundestag die Entscheidung, Parlament und Regierung 1999 in die Bundeshauptstadt Berlin zu verlegen. Dies war Anlass genug, in unserem neuen Programm – weit der Zeit voraus - den Umzug schon einmal in einer Behörde zu planen und uns gleichzeitig mit den ersten Wirrnissen, Ungerechtigkeiten der Wiedervereinigung zu beschäftigen. Die Presse war begeistert. Mit diesem Programm spielten wir erstmals im Theater im Fraunhofer, das uns für viele Jahre Heimat werden sollte.

Obwohl Beppi Bachmaier immer sagte, dass er eigentlich kein Ensemblekabarett möge, gefiel ihm, was wir auf die Bühne brachten.

Und die Technik machte Hans (Arndt), an dessen Münchhausiaden wohl auch der alte Münchhausen seinen Meister gefunden hätte und der uns vom ersten Moment in sein großes Herz geschlossen hatte.

Die Freundschaft mit Hans hielt bis zu seinem Tod 2021. In SZ und AZ fanden große Nachrufe auf Hans statt, die BR-Radiospitzen berichteten, Michaila Kühnemann schrieb ein Lied für Hans, das von vielen Münchner Kleinkünstlern umgesetzt wurde, die Münchner Kleinkunstszene liebte diesen wunderbaren Menschen, der das Fraunhofer so liebenswert machte.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-fraunhofer-theater-hans-arndt-tod-1.5196313

In Regensburg kam das Statt-Theater dazu. Die Freunde Inge Faes und Peter Nikisch sind bis heute die besten Gastgeber für unsere Programme.

1993: "Bunt gegen Braun" in der Lach- und Schieß und "Kultur kennt keine Grenzen" in Pfaffenhofen:
Auf die ausländerfeindlichen Anschläge von Mölln und Solingen reagierte die Lach- und Schießgesellschaft mit einer Veranstaltungsreihe „Bunt gegen Braun“. Volker und Mike, deren zweite Heimat die Lach- und Schießgesellschaft wurde, organisierten kräftig mit und die Stachelbären waren auch ein Teil des Programms. In Pfaffenhofen veranstalteten wir unter dem Motto "Kultur kennt keine Grenzen" einen Abend in der Grund- und Hauptschule am Gerolsbach, zusammen mit A Baker’s Dozen, der Formation Wombat um Clemens Bennecke und dem Lesekreis um Lorenz Kettner.

1994 Bis zum Abwinken

„Bis zum Abwinken“, eine Persiflage auf Soap Operas im Fernsehen. Plot: Eine Folge der Serie „Der Förster vom Rollfeld“ wird am Flughafen gedreht, während Asylbewerber abgeschoben werden. Beide Ebenen, Fiktion und Realität, vermischen sich mehr und mehr. Großes Chaos auf der Bühne. In schnellem Tempo wechselten die Szenen. Auch dieses Programm wurde wieder begeistert aufgenommen, außer BILD berichteten die vier anderen Münchner Zeitungen von unserem Auftritt. Viele weitere Auftritte in ganz Bayern folgten.

1994 Kulturförderpreis: Im Dezember 1994 erhielten wir den Kulturförderpreis der Stadt Pfaffenhofen. Die Entscheidung im Stadtrat war nicht unumstritten. Wir nahmen den Preis an, das Preisgeld leiteten wir, wie so oft, an eine Institution weiter, die es nötiger hatte als wir.

1995 schied Wacki berufsbedingt aus.

1996 Mauszeit

„MausZeit“: Es war die Zeit, in der das Internet langsam in die Haushalte kam. Einige hatten schon einen Anschluss, manche auch eine Mailadresse. Die meisten nicht. Wir machten ein Programm über das Internet. Wieder Jahre der Zeit voraus, schrieben wir ein Programm, in dem wir unsere Szenen auf CD-Rom und im Internet anbieten und sich die Zuschauer einloggen können, um Spiel, Szenen, Texte interaktiv zu verändern.

Da damals wie oben erwähnt noch kaum ein Mensch Internet hatte und die wenigsten wussten, von was wir sprachen, haben wir, die Fragezeichen in den Gesichtern des Publikums nicht ignorierend, das Programm so abgespeckt, dass es mit der Zeit verstanden wurde. Die Idee war zwar weg, aber Presse und Publikum gefiel es. Im Nachhinein gesehen waren wir sehr vorausschauend unterwegs. Da Kabarett aber nur mit dem Wiedererkennungseffekt funktioniert, funktionierte „MausZeit“ am Anfang nur bedingt.

1998 Urbi et Obi

„Urbi et Obi“: Das erste lokale Programm nach 11 Jahren, in dem wir uns wieder mit der Stadtpolitik auseinandersetzten. Das ganze Programm spielte in einem Baumarkt, wo man sich beim Einkauf traf und neben Heimwerkerproblemen auch die große und kleine Pfaffenhofener Welt verhandelte. Das Programm wurde ein riesiger Erfolg und wir zogen nach vielen Auftritten im HdB rüber zum Bortenschlager, wo wir den Saal auch ein ums andere Mal füllten.

1999: „Urbi et Obi“ Tourneefassung: Da das lokale Programm so gut funktionierte, schrieben wir es für eine Tourneefassung um. Wieder waren wir bayernweit unterwegs, auch wenn es wegen beruflicher Verpflichtungen immer schwieriger wurde, gemeinsame Termine zu finden. Dieses Programm spielten wir erstmals neben dem Fraunhofer auch in der Lach- und Schießgesellschaft.

Beginn der Starkbierprogramme

1998: Zunächst aus der Not geboren veranstalteten wir einen gemeinsamen Pfaffenhofener Abend zusammen mit Florian Erdle und Reinhard Haiplik, musikalisch unterstützt von den Dellnhauser Musikanten im Bortenschlagersaal. Was eigentlich als Unikat gedacht war, ... (weiterlesen)

PLATZHALTER

2002: 20 Jahre Kabarett Stachelbär: Unser 20-jähriges Jubiläum feierten wir das ganze Jahr mit Veranstaltungen: Gerhard Polt und Biermösl Blosn waren da, Dieter Hildebrandt, Erwin Pelzig, Helmut Schleich, wir spielten ein Jubiläumsprogramm.

2003 Hartz ist Trumpf

"Hartz ist Trumpf": Es war die Zeit der Arbeitsmarktreformen unter Kanzler Schröder. Agenda 2010 und Hartz IV. Wir reagierten mit einem Programm, das sich hauptsächlich um dieses Thema drehte. Auch damit waren wir noch einmal auf vielen Kleinkunstbühnen Bayerns unterwegs. Diesmal auch in Werner Winklers Drehleier in München. Von da ab spielten wir alle Ensemble-, Duo- und Soloprogramme bei Werner. Auch einer mit einem ganz, ganz großen Herzen.

2007 Hotel Europa

"Hotel Europa": Das letzte Tourneeprogramm der Stachelbären. Die Idee Europa war zwar faszinierend, aber es fiel uns zum Thema nicht allzu viel ein. Die Kritiken waren durchwachsen, gemeinsame Termine für eine ganzjährige Tournee wurden immer schwieriger und nach den vielen Jahren des tourens war auch irgendwie die Luft raus.

Da die Zeit für die gemeinsamen Tourneeauftritte immer knapper wurde, spielten die Stachelbären in unterschiedlichen Formationen:

Von 1997 – 2013: Michael Eberle, 4 Soloprogramme: „Blicke und Blackouts“, „Auszeit“, „Der Preis der Freiheit“, „Venusfalle“
Von 1998 – 2010: Bergmeister Eberle, 3 Programme: „Heimatabend“, „Baden gehen“, „Und es bewegt sich nichts“
Von 2000 – 2013: Drexler Andre: Viele Sonderauftritte im regionalen Bereich
Von 2000 – 2009: Andre, Bergmeister, Drexler, Eberle: „Wir warten auf“, Kabarettabende beim Sepp in Pfaffenhofen kurz vor Weihnachten.
Ab 2013: 3/5 Stachelbär, Andre, Drexler, Eberle, 3 Programme: „Auf eigene Gefahr“, „Betreten sein verboten“, „In die Jahre gekommen“

Weitere kabarettistische Tätigkeiten oder Tätigkeiten im kabarettistischen Umfeld:

1989 - 2000: Volker schreibt das mehrmals im Jahr erscheinende Programmheft für die Münchner Lach- und Schießgesellschaft.
1990 – 1991: Mike arbeitet als Autor, Spieler, Regieassistent für zwei Produktionen der Ruhrfestspiele Recklinghausen (Regie: Cathérine Miville, Lach- und Schieß).
1990 – 1999: Mike arbeitet mit bei der ARD-Satiresendung Scheibenwischer.
1999 – 2000: Mike ist zusammen mit Klaus Peter Schreiner Autor des Lach- und Schießprogramms „Deutsch mit Schuss“, ebenfalls Ensemblemitglied.

Themen:

Überregionale Themen, die sich all die Jahre durch die Programme zogen, war der Antisemitismus und der Umgang mit Holocaust und mit der Nazivergangenheit. Ebenso das Thema Umweltschutz. Die CSU und ihr sonderbarer Umgang mit der Macht, die Spezlwirtschaft, die kleinen Leuchten, deren Parteizugehörigkeit Qualifikation für höhere Weihen waren. Der Umgang mit Asyl und Asylbewerbern, der Umgang mit Minderheiten.
Daneben immer auch Spaß am Paradoxen, an Sprachspielen, und auch Gaudi durfte nie zu kurz kommen.
Das Kabarett war und ist für uns eine Möglichkeit der politischen, gesellschaftlichen Artikulation, eine Möglichkeit unsere Meinungen zu uns wichtigen Themen in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir verstanden und verstehen Kabarett als Auseinandersetzung mit der großen und kleinen Politik, der politischen Analyse jenseits des Namedroppings einzelner Politiker.
Wir waren über viele Jahre ein Teil des "anderen Bayern" und haben vor, es weiterhin zu bleiben.

Wir spielten u.a. in folgenden Institutionen und an folgenden Orten:

  • München, Lach- und Schießgesellschaft (1995 - 2007)

  • München, Theater im Fraunhofer (1991 - 2007)

  • München, Drehleier

  • München, Gabelsberger 50

  • Kabarett Kneißl im Schlachthof

  • München, Heppel und Ettlich

  • München, Interim

  • München, Soulcity

  • München, Lustspielhaus

  • München, Wirtshaus Isartal

  • München, Kulturreferat

  • München, Feierwerk

  • München, Kleinkunstfabrik

  • Sommerhausen, Bockshorn (1989 – 2001)

  • Ingolstadt, Neue Welt (1987 – 2007)

  • Augsburg, Kreßlesmühle(1983 – 2007)

  • Regensburg, Statt-Theater (1989 – 2007)

  • Nürnberg, Burgtheater (1989 – 2007)

  • Memmingen, PIK (1987 – 2007)

  • Rosenheim, Theater am Markt (1985 – 2007)

  • Runding, Robinson (1993 – 2007)

  • Unterpindhart, Rockermeier,

  • Aschaffenburg, DGB

  • Lohr am Main, Bluescorner

  • Aschau, Eiskeller,

  • Garmisch

  • Trostberg, Stiege

  • Traunstein, Nuts

  • Traunreut, Theaterchen O

  • Emertsham, John and Rita

  • Obing, John and Rita

  • Landshut, Kleines Theater

  • Schwandorf, Neuwolferlohe

  • Treuchtlingen

  • Abensberg

  • Hemau, BN

  • Eichstätt, Zum Gutmann, Universität

  • Regensburg, Studentenwohnheim

  • Beilngries, Nepalhilfe

  • Wolnzach, Alter Bahnhof (Schäch)

  • Vohburg, Freie Bürger (mehrmals)

  • Mainburg, Hallertauer Oktober 1984, 1985

  • Donauwörth

  • Olching

  • Schongau, Brauhaus (mehrmals)

  • Bad Tölz

  • Dießen, Kleinkunst im Kirchsteig

  • Pürgen

  • Landsberg, Maximilianeum

  • Fürstenfeldbruck, unterhaus

  • Maitenbeth, Kleegeign

  • Kneiting

  • Gemünden

  • Schrobenhausen, Kunstverein

  • Aichach, SPD

  • Stadthalle Neusäss

  • Stadthalle Pullach

  • Stadthalle Unterhaching, KUBIZ (mit Dellnhauser/Verriss)

  • Dinkelsbühl

  • Föching

  • Starnberg

  • Germering, Nachtasyl

  • Poing, Poinger Forum

  • Rosstal, Roschter Kulturzelt

  • Brannenburg, Verdi-Bildungszentrum

  • Lauf, Dehnberger Hoftheater

  • Scheyern, Klosterschenke, Starkbierauftritt in der Nähe von Brigitte

  • Marxheim, Bruckwirtschaft

  • Nördlingen, Stadt

  • Rieden, KKV Brennessel

  • Petershausen, VHS und SPD

  • Indersdorf, SPD

  • Pegnitz, Stadt

  • Windischeschenbach, Futura (1991 – 2007)

  • Deggendorf, Kapuzinerstadl

  • Sulzbach-Rosenberg, Kulturwerkstatt

  • Rohrbach, Incontri

  • Reichertshausen, Kulturverein

  • Kempten, Klecks

  • Ebersberg, Altes Kino

  • Zirkus Gammelsdorf

  • Hohenthann

  • Weyhern, Schlosswirtschaft

  • Gelting, Hinterhalt

  • Thalhausen, Weilachmühle

  • Kleinberghofen, Rottenfußer

  • Sontheim, Dampfsäg

  • Gunzesried, Goldenes Kreuz

  • Schechen, Theaterstadl

  • Eichenau, SPD

  • Unterdarching, SPD

  • Mainz, Unterhaus

  • Hörbach, Montagsbrettl

  • Passau, Scharfrichterhaus

  • Miesbach, Waitzinger Keller

  • Niederpöckig, DGB-Bundesschule

  • Geisenfeld, Realschule

  • Tiefenbach, Axel’s Musikcafe

  • Amberg, Schloß Theuern

  • Ulm, Studentencafé

  • Geretsried, Korkenzieher

  • Erding, Hirschwirt

  • Wolfratshausen, Loisachhalle

  • Steinkirchen, BI

  • Brixen, Dekadenz

  • Erfurt, La Cave

  • Erlangen Fifty-Fifty

  • Aschau, Eiskeller

  • München Kleinkunstfabrik

  • Nürnberg, Loni -Übler

  • Regensburg, Alte Mälzerei

  • Freising, Lindenkeller

  • München, Deutsches Theater, Aschermittwoch der Kabarettisten

  • Seehausen, Die Auszogne

  • Steinebach, Wörthseebrettl

  • Inning, Altes Brauhaus

  • Ravensburg, Zehentscheuer

  • Obernburg, Kochsmühle

  • Burghausen, Stadt

  • Mühldorf, Haberkasten

  • Dorfen

  • Schrobenhausen, Schrannenfest

  • Neuburg, Stadttheater

  • Gutmann, Eichstätt

  • Wasserburg, KKB Rossi

  • Schwandorf, Anti WAA-Auftritt

  • Stadthalle Garching

  • Stadthalle Eching

  • Stadtbibliothek Moosach

  • Stadtbibliothek Harthof

  • Pasing bei dem Typen mit den Microships

  • Wendelstein, Casa della trova

  • Ingenried

Aufruf zur Phantasie:

  • Bei Hans-Peter Adlers „Aufruf zu Phantasie“, einer Kabarettreihe der Bayern-SPD, waren wir oft bei verschiedenen SPD-Ortsverbänden in ganz Bayern engagiert.

Blinde Flecken:

  • Dachau und Freising blieben weitgehend von uns verschont.

Wir bekamen gute Kritiken und Verrisse.

Stachelbär als Kulturveranstalter:

Seit 1985 veranstalteten wir immer wieder auswärtige Kabarettisten. Als dann die Schnitzelwirte und andere als Veranstalter ins Metier einstiegen, beendeten wir unser Engagement als Kulturveranstalter. Pfaffenhofen war mit Kabarett versorgt.

  • Rudolf Klaffenböck

  • Klaus Peter Schreiner

  • Dieter Hildebrandt (mehrmals)

  • Gerhard Polt

  • Gerhard Polt und die Biermösl Blosn

  • Ottfried Fischer

  • Georg Ringsgwandl (mehrmals)

  • Sigi Zimmerschied (mehrmals)

  • Bruno Jonas (mehrmals)

  • Die Menubeln

  • Bockshorn Theater

  • Burghard und Husmann

  • Sybille Schröter

  • Sissy Perlinger

  • Couplet AG

  • Annamirl Spies

  • Ecco Meinecke

  • Helmut Schleich (öfter)

  • s'Maximilianeum

  • Luise Kinseher

  • Andreas Giebel

  • Simone Solga

  • Han`s Klaffl

 

Medienpräsenz:

  • Scheibenwischer: Mike

  • Ottis Schlachthof: Shorty, Shorty und Mike

  • Bayern2 Radiospitzen: Maitenbeth (neben Stachelbären mit Michi Altinger und Rolf Miller)

  • Bayern2 Radiospitzen: Pfaffenhofen (neben Stachelbären mit Philipp Weber, Horst Evers, Unsere Lieblinge ….)

  • Bayern2 Radiospitzen: Pfaffenhofen: Lars Reichow, Martin Herrmann

  • Bayern 2 Michael Skasa – Sonntagsbeilage: Mike mit Textbeiträgen, Szenen

  • Bayern 2 / BR Heimat: Schmankerl: Mike Ausschnitte aus Soloprogrammen

  • WDR 5 Kabarett am Wochenede: Mike, mehrmals zwischen 1998 – 2001

  • SFB-Magazin Moskito: Mike

  • INTV

Die Stachelbären waren über 4 Jahrzehnte eine starke Stimme für ein anderes Bayern. In Pfaffenhofen trugen sie durch ihre Programme zur politischen Kultur bei.

Aber auch neben der Bühne engagierten sich ihre Mitglieder:

  • 1979: Mike war neben Uli Radons, Franz Niedermaier und Otto Lembacher  Gründer der Grünen in Pfaffenhofen

  • Roland, Kurtl, Mike arbeiteten aktiv beim Bund Naturschutz mit. Neben Krötenaktionen waren sie auch im Energiewendekomitee tätig. 1983 gab es im HdB eine Ausstellung mit alternativen Methoden der Energieerzeugung, wo sich die Pfaffenhofener bei Herstellern von Photovoltaik und Blockheizkraftwerken kundig machen konnten.

  • 1983 gründete Mike mit Gaby Hobmaier die Dritte-Welt-Initiative. Bis 1990 standen Roli, Kurtl, Gaby, Mike, Shorty, Wacki häufig an den Samstagen am Dritte-Welt-Stand, der heute noch jeden Samstag am Pfaffenhofener Wochenmarkt ist und auch im Eine-Welt-Laden Fairtrade-Produkte verkauft.

  • Ab Ende der 1970er Jahre: Mischte sich Mike in einer Vielzahl von Leserbriefen im Pfaffenhofener Kurier ins politische Geschehen ein.

Kultursommer 2020, Pfaffenhofener Kurier v. 24.06.2020 (Autor: Hans Steininger)